Die trockene Makuladegeneration ist die häufigste Form der altersbedingten Netzhauterkrankungen. Die Auswirkungen sind in den allermeisten Fällen weniger stark zu erkennen als jene der feuchten AMD.
Frühstadium der trockenen Makuladegeneration
Bei der trockenen AMD ist die Ablagerung von Stoffwechselprodukten und eine gestörte Durchblutung der Aderhaut im Bereich der Makula die Ursache für eine Seheinschränkung. Ablagerungen von Schlackstoffen unter der Netzhaut, sogenannte Drusen, verdrängen die Sinneszellen der Netzhaut und führen zu einer schleichenden Verschlechterung des Sehvermögens. In den meisten Fällen tritt eine subjektive Sehverschlechterung erst dann ein, wenn die Drusen an Größe und Zahl zunehmen oder wenn der zentrale Sehschärfe-Punkt der Netzhaut, die sogeannnte Fovea mitbeteiligt ist. Häufig ist dann auch das Nacht- und Dämmerungssehen beeinträchtigt.
Spätstadium der trockenen Makuladegeneration
Nur in seltenen Fällen (< 5 %) breitet sich die trockene Makuladegeneration mit Narbenbildung und Absterben von Sinneszellen der Netzhaut aus. Es entwickeln sich unregelmäßige Areale mit einer sogenannten „geographischen Atrophie“ des retinalen Pigmentepithels. – Die geographische Atrophie führt durch Untergang von Netzhautsinneszellen und Ausbildung von Narben in der Netzhautmitte zu einem fortschreitenden Verlust des zentralen Sehvermögens und der Lesefähigkeit.
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